Interview mit Maurice Altermann

08.05.2026

Interview mit Maurice Altermann

Maurice Altermann kehrt als neuer A-Jugend Trainer ab der kommenden Saison 2026/27 zum FC Schwaig zurück.

Unser Pressesprecher Rainer Hellinger traf Maurice zum Interview:

 

Servus Maurice,

zuerst einmal herzlich Willkommen zurück beim FC Schwaig. Wir freuen uns sehr, dass Du ab 01. Juli 2026 unsere neue A-Jugend (U19) übernimmst. Um Dich den paar wenigen Leuten in Schwaig vorzustellen, die Dich noch nicht kennen, habe ich ein paar Fragen an Dich.

 

Rainer:

Stell Dich zuerst ein bisschen selbst vor: Wie alt bist Du? Was machst Du beruflich und wo liegen Deine Interessen? Was macht den Mensch Maurice Altermann aus?

Maurice:

Servus Rainer, erstmal vielen Dank für die Einladung zum Interview.

Ich bin 21 Jahre alt, komme aus Schwaig und bin da auch aufgewachsen. Aktuell mache ich eine Ausbildung zum Erzieher, bei der ich gleichzeitig mein Abitur absolviere. Mein großes Ziel ist es, später einmal im Fußballgeschäft zu arbeiten, weil Fußball schon immer eine riesige Leidenschaft von mir war.

Ich denke, was mich als Mensch besonders ausmacht, ist meine offene und unkomplizierte Art. Vor allem kann man mit mir immerund überall über Fußball sprechen. Egal, ob über Spiele, Taktik oder einfach die Leidenschaft für den Sport.

Rainer:

Du hast die letzten 2 Jahre bei unserem Nachbarn VfB Hallbergmoos verbracht und kehrst jetzt zu Deinem Heimat- und Herzensverein FC Schwaig zurück. Wie groß ist die Freude über Deine Rückkehr nach Schwaig?

Maurice:

Die Freude über meine Rückkehr nach Schwaig ist riesig. Es ist einfach ein besonderes Gefühl, wieder mit Menschen zusammenzuarbeiten, die ich schon mein ganzes Leben kenne. Vor allem freue ich mich darauf, Jungs wiederzusehen, die ich früher schon trainieren durfte, um jetzt ihre Entwicklung weiter begleiten zu können.

Die zwei Jahre in Hallbergmoos waren für mich unglaublich wertvoll. Ich konnte sowohl menschlich als auch fußballerisch extrem viel lernen. Wir hatten eine sehr erfolgreiche Zeit, sowohl mit der U17 als auch mit der zweiten Mannschaft. Ich bin sehr dankbar für die Erfahrungen, die ich dort sammeln durfte.

Rainer:

Du betreust derzeit als Co-Trainer die Zweite Mannschaft des VfB Hallbergmoos in der A-Klasse Gruppe 5. Wie läuft es in Deinem Team und wie war Dein Werdegang in Hallbergmoos in den letzten Zwei Jahren.

Maurice:

Vor genau zwei Jahren bin ich nach Hallbergmoos gekommen und habe gemeinsam mit Flo Guggenberger die U17 übernommen. Wir hatten dort eine sehr erfolgreiche Zeit, vor allem weil wir als Team extrem hart gearbeitet haben. Besonders stolz sind wir darauf, dass wir keine Derby-Niederlage hinnehmen mussten und uns im Sommer sogar für die BOL-Aufstiegsrunde qualifizieren konnten. Dazu kam noch eine lange Siegesserie, die die Entwicklung der Mannschaft unterstreicht.

Im vergangenen Jahr kam dann der Verein auf Flo und mich zu, ob wir uns vorstellen könnten, die zweite Mannschaft zu übernehmen. Das war natürlich eine spannende Herausforderung. Mit Flo hatte ich dabei nicht nur einen absoluten Fußballfachmann an meiner Seite, sondern auch einen richtig guten Freund.

Für mich persönlich war es schon etwas Besonderes, mit 20 beziehungsweise 21 Jahren Spieler zu trainieren, die teilweise älter sind als ich selbst. Im letzten Sommer mussten wir praktisch eine komplett neue Mannschaft formen, aus Spielern der U19, der bestehenden zweiten Mannschaft und externen Neuzugängen. Dass wir trotzdem bis heute noch Chancen auf den Aufstieg beziehungsweise die Relegation haben, macht mich unheimlich stolz. Vor allem auf die Entwicklung der Jungs und darauf, wie schnell aus vielen Einzelspielern ein echtes Team geworden ist.

Genau diese Aufgabe reizt mich jetzt auch in Schwaig. Dort wartet wieder eine spannende Mischung aus Spielern, die den Verein und mich bereits kennen, sowie neuen, sehr guten externen Spielern. Mein Ziel ist es, daraus wieder eine erfolgreiche und eingeschworene Mannschaft zu formen.

Rainer:

Der FC Schwaig wird seit Jahren wieder eine eigene A-Jugend stellen und Du bist der Schlüssel dafür. Wie gehst Du dieses Projekt an und wer unterstützt Dich dabei?

Maurice:

So ein Projekt kann man erstmal niemals allein stemmen. Umso dankbarer bin ich, dass ich beim FC Schwaig von vielen Leuten unterstützt werde. Egal wo ich hinschaue, bekomme ich Hilfe, sei es von Julian Schaub, der mir immer mit Rat zur Seite steht, von unserem Jugendleiter Alfredo Sansone, der sich um viele organisatorische Dinge kümmert, oder auch von dir, Rainer, der am liebsten rund um die Uhr am Sportplatz wäre. Genau das zeigt, wie wichtig Zusammenhalt in einem Verein ist.

Dazu bekomme ich auch viel Unterstützung von Trainern außerhalb des Vereins, die mir immer wieder Tipps geben und mir bei Fragen weiterhelfen.

Mein Ziel ist es, Schritt für Schritt wieder eine starke A-Jugend in Schwaig aufzubauen und den Jungs ein Umfeld zu geben, in dem sie sich sportlich und menschlich weiterentwickeln können.

Rainer:

Du bekommst mit Nihad Mujkic Deinen Wunsch-Co-Trainer zur Seite. Was kannst Du uns zu Nihad sagen?

Maurice:

Ich glaube jeder, der den Namen Nihad Mujkic zu seiner Fußball Karriere googelt, kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Nihad hat ein komplett klares Bild vom Fußball und ist der Hammer im Umgang mit jungen Spielern.

Zu Nihad gibt es auch schon eine nette Anekdote: Nihad habe ich am Sportplatz spontan während des Trainings seiner Tochter getroffen und wir haben uns über das Projekt A-Jugend ausgetauscht. Nihad war sofort Feuer und Flamme und hätte am liebsten sofort mit dem Training angefangen. Das ist auch typisch Schwaig.

Rainer:

Wie lange bist Du schon Trainer? Welche Teams hast Du bereits trainiert?

Maurice:

Trainer bin ich tatsächlich schon ziemlich lange. Angefangen hat alles damals beim FC Schwaig unter Norbert Göbeler, einer echten Schwaiger Trainerlegende. Dort habe ich mit ungefähr 15 Jahren als Trainer bei den E-Junioren angefangen.

Mit 16 Jahren durfte ich dann bereits meine ersten Erfahrungen als Cheftrainer sammeln. Dabei haben mich auch immer wieder Spieler aus der ersten Mannschaft unterstützt, was für mich damals natürlich etwas ganz Besonderes war. Die Mannschaft habe ich anschließend bis zur C-Jugend (U15) begleitet und betreut.

Danach bin ich zum VfB Hallbergmoos gewechselt. Dort habe ich gemeinsam mit Flo Guggenberger zunächst die U17 trainiert, bevor wir später die zweite Mannschaft übernommen haben. Beide Stationen haben mich sportlich und persönlich extrem weitergebracht

Rainer:

Wie ist Deine Spielphilosophie? Worauf legst Du bei Deinen Spielern / Team besonderen Wert?

Maurice:

Ich glaube, meine Spielphilosophie passt sehr gut zum FC Schwaig und zu dem, was den Verein ausmacht. Wiggerl Donbeck (Trainer der 1. Mannschaft) spricht oft von der „Schwoaga Mentalität“ und genau diese Mentalität soll man auch auf dem Platz sehen.

Ich will eine Mannschaft, die mutig ist. Eine Mannschaft, die aktiv Fußball spielt, die arbeitet, die leidet, aber sich niemals versteckt. Die Jungs werden von mir das Wort „Arbeit“ sehr oft hören, weil Erfolg im Fußball nichts mit Zufall zu tun hat. Erfolg kommt über Intensität, Disziplin und der Bereitschaft, immer wieder an seine Grenzen zu gehen.

Gleichzeitig will ich aber auch, dass die Jungs mit Mut und Persönlichkeit Fußball spielen. Vorne dürfen und sollen wir frech sein, kreative Lösungen finden und Verantwortung übernehmen. Aber hinten wird kompromisslos verteidigt. Gemeinsam als Einheit.

Rainer:

Es werden mehrere neue Spieler nach Schwaig kommen. Wie lange wird es dauern, aus ihnen eine Mannschaft zu formen und wie sind Deine Ziele?

Maurice:

Viele der Jungs kennen mich bereits und wissen, wie ich ticke. Und die Spieler, die neu dazukommen, werden das relativ schnell merken. Für mich geht es nicht nur darum, gute Einzelspieler zu haben, entscheidend ist, dass wir eine echte Mannschaft werden.

Deshalb planen wir auch viele gemeinsame Abende und Aktivitäten außerhalb des Platzes. Genau dort entsteht oft das, was man später im Spiel braucht: Vertrauen, Zusammenhalt und die Bereitschaft, füreinander zu arbeiten. Eine Mannschaft formt sich nicht nur im Training, sondern auch daneben.

Natürlich braucht so ein Prozess Zeit, gerade wenn viele neue Spieler zusammenkommen. Aber ich glaube, wenn jeder bereit ist, sich einzubringen und den gemeinsamen Weg mitzugehen, kann daraus relativ schnell etwas Besonderes entstehen.

Unsere Ziele sind klar: Wir wollen eine Mannschaft entwickeln, die unangenehm zu bespielen ist, die mutig auftritt und auf dem Platz die Schwaiger Mentalität verkörpert. Wenn uns das gelingt, wird auch der sportliche Erfolg nicht ausbleiben.

Rainer:

Die A-Jugend wird eng verzahnt mit dem Herrenbereich. Sowohl Erste als auch zweite Mannschaft unterstützen, wo es geht. Wie wichtig wird die A-Jugend für den FC Schwaig sein?

Maurice:

Die A-Jugend wird für den FC Schwaig extrem wichtig sein, weil sie das Fundament für die kommenden Jahre im Herrenbereich bilden soll. Wir haben viele Jungs aus der Region dabei, darunter auch einige echte Ur-Schwaiger. Genau solche Spieler brauchst du in einem Verein.

Unser Ziel ist es, die Spieler frühzeitig an den Herrenbereich heranzuführen. Deshalb wird die Verzahnung mit der ersten und zweiten Mannschaft eine ganz große Rolle spielen. Durch gemeinsame Trainingszeiten, Team-Events und regelmäßigen Austausch wollen wir dafür sorgen, dass die Jungs direkt eine Verbindung zum Herrenfußball aufbauen.

Am Ende geht es darum, wieder eine echte Schwaiger Identität aufzubauen, mit Spielern aus der eigenen Jugend, die den Verein in den nächsten Jahren tragen und weiterentwickeln.

Rainer:

Mit Wiggerl Donbeck (1. Mannschaft) und Christian Winkelhofer (2. Mannschaft) haben beide Herrenteams Trainer, die für Ihre hervorragende Arbeit mit jungen Kickern bekannt sind. Wie wichtig ist das für Dich als Trainer der A-Jugend?

Maurice:

Das ist sowohl für die Spieler als auch für mich enorm wichtig. Gerade als A-Jugendtrainer ist es extrem wertvoll, wenn die Übergänge in den Herrenbereich von Trainern begleitet werden, die junge Spieler nicht nur fördern, sondern ihnen auch wirklich vertrauen.

Wiggerl Donbeck kenne ich schon etwas länger und er ist für mich ein absoluter Fußballexperte hier in der Region. Er hat jahrelang auf höchstem Niveau im Jugendbereich gearbeitet, unter anderem sehr erfolgreich Mannschaften bei der SpVgg Unterhaching und dem TSV 1860 Rosenheim trainiert. Ich selbst war auch schon öfter bei ihm hospitieren und habe dabei unglaublich viel gelernt. Vor allem seine menschliche Art in Kombination mit seinem enormen Fußballwissen ist für mich als junger Trainer Gold wert. Er schafft es, Spieler mitzunehmen, ihnen Selbstvertrauen zu geben und gleichzeitig klare Anforderungen zu stellen.

Christian Winkelhofer habe ich in dieser Saison kennengelernt, da wir mit unseren Mannschaften gegeneinander gespielt haben. Auch er ist menschlich ein sehr angenehmer Typ, mit dem man sich jederzeit offen und auf Augenhöhe austauschen kann. Außerdem hat Christian ein richtig gutes Auge für Talente und versteht es, junge Spieler weiterzuentwickeln. Nicht umsonst kämpfen wir aktuell beide mit unseren Teams um den Aufstiegsrelegationsplatz.

Für die Jungs in der A-Jugend ist das natürlich eine perfekte Situation. Sie sehen, dass im Herrenbereich Trainer arbeiten, die junge Spieler fördern wollen und ihnen eine echte Chance geben. Genau so muss ein Verein meiner Meinung nach funktionieren.

Rainer:

Du kennst jetzt neben dem FC Schwaig auch den VfB Hallbergmoos sehr gut. Wo sind die Parallelen zwischen den beiden Clubs und wo sind die Unterschiede)

Maurice:

Ich muss erstmal sagen, dass ich die Zeit beim VfB Hallbergmoos wirklich extrem genossen habe. Ich konnte mich dort sowohl als Trainer als auch als Mensch enorm weiterentwickeln und habe in diesen zwei Jahren wahnsinnig viel gelernt. Allein die Tatsache, dass der Verein den Mut hatte, einem 20- beziehungsweise 21-jährigen Trainer als Co-Trainer im Herrenbereich so viel Verantwortung zu geben, zeigt, wie viel Vertrauen man dort in mich gesetzt hat. Dafür bin ich bis heute sehr dankbar.

Auch die Mannschaften, die ich dort begleiten durfte, waren auf ihre eigene Art sehr familiär. Genau das ist auch eine große Gemeinsamkeit zwischen dem VfB Hallbergmoos und dem FC Schwaig. Beide Vereine leben von ihrem Zusammenhalt, von den Menschen rund um den Platz und von der Leidenschaft, die viele Ehrenamtliche täglich investieren. Man merkt einfach, dass in beiden Clubs viel Herzblut steckt.

Große Unterschiede sehe ich ehrlich gesagt gar nicht. Beide Vereine legen viel Wert auf Gemeinschaft, Nachwuchsarbeit und darauf, jungen Spielern eine Chance zu geben. Vielleicht hat jeder Verein seine eigene Mentalität und seine eigenen Charaktere, aber genau das macht den Amateurfußball auch so besonders.

Ich bin dem VfB Hallbergmoos für die Erfahrungen extrem dankbar und freue mich gleichzeitig riesig darauf, jetzt beim FC Schwaig etwas aufzubauen und meine Ideen bei meinem Heimatverein einzubringen.

Rainer:

Worauf legst Du beim Training großen Wert und wie oft trainierst Du in der Woche? Worauf können sich Deine Spieler freuen und worauf möglicherweise nicht? 🙂

Maurice:

Wir werden dreimal pro Woche trainieren, weil ich überzeugt davon bin, dass wir dadurch als Mannschaft deutlich schneller zusammenfinden. Gerade bei einem neuen Team ist es wichtig, möglichst viel gemeinsame Zeit auf und neben dem Platz zu verbringen, um Automatismen, Vertrauen und eine klare Mentalität zu entwickeln.

Im Training lege ich großen Wert auf Intensität, Mentalität und darauf, dass die Jungs lernen, Fußball aktiv zu spielen. Die Spieler können sich auf viele kleine Spielformen freuen, in denen immer ein gewisser Zug und Wettkampf drin sein wird. Ich liebe Trainingseinheiten, die nah am Spiel sind, in denen jeder ständig gefordert wird und Entscheidungen treffen muss.

Was ich aber auch klar erwarte: Jeder muss jederzeit bereit sein, 100 Prozent für die Mannschaft zu geben. Wir werden hart arbeiten, viel laufen, viel lernen und uns gegenseitig pushen.

Trotzdem soll der Spaß niemals verloren gehen. Fußball lebt von Emotionen, von Energie und auch von einer gewissen Lockerheit. Deshalb können sich die Jungs mit Sicherheit auch auf den ein oder anderen Spruch von mir freuen. Aber den Rest erleben sie dann direkt auf dem Platz.

Ich kann es auf jeden Fall kaum erwarten, endlich loszulegen, mit der Mannschaft zu arbeiten und gemeinsam zu marschieren

 

Lieber Maurice

vielen lieben Dank für Deine Zeit.

Wir freuen uns sehr, dass Du ab Juli beim FC Schwaig loslegst und wünschen Dir viel Spaß, Glück und Erfolg bei Deiner neuen Aufgabe.

Bis bald.

Rainer

 

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